Montag, 16. Dezember 2013

Danke!

Danke Blog

Es ist mir gerade aufgefallen, dass ich mich zwar schon bei manchen Personen bedankt habe, aber das bei weite, nicht ausreichend. Und wie gesagt, noch nicht bei allen.

Ich danke zuerst einmal Mama, Papa und Tomek, die den größten Teil dazu beigetragen haben, dass ich diese große Reise antreten kann. Nicht nur finanziell, sie haben mir einen sehr großen Teil der Organisation abgenommen und mich auch bei Zweifeln und/oder kleinen Ängsten unterstützt und mir Mut gemacht.
Außerdem möchte ich mich sehr bei Oma Maria, Oma Nina, Opa Josef und Opa Marian bedanken. Ich weiß, dass ihr auch viel dazu beigetragen habt, auch organisatorisch. Außerdem habt ihr euch auch viel mit meinem Austauschjahr beschäftigt, mir euren Gedanken dazu geschildert, mich unterstützt und mir auch sonst in allem, geholfen. Zum Beispiel habt ihr mir oft neue interessante Sachen über Taiwan erzählt, die ich noch gar nicht wusste.
Als nächstes bedanke ich mich bei Lissi, Mark, Roland, Natalia, Mariola, Stefan, Helena, Slawek und auch Catello bedanken. Ihr alle habt es mir auch leichter gemacht, einen solchen Schritt zu wagen. Ihr habt mit mir über meine Beweggründe und auch Vorstellungen und Erwartungen an mein Austauschjahr gesprochen. So ist mir auch vieles noch einmal deutlicher geworden, zum Beispiel dass das jetzt eine große Möglichkeit ist, die ich so ganz bald vielleicht nicht wieder haben werde.

Auch viele gute Freunde und weitere Verwandte haben mir geholfen. Natürlich haben mich 90% meiner Freunde ausgelacht, um mich zu ärgern, weil sie wussten, dass selbst ich nicht 100%ig sicher war, woran ich bin. Es war nicht böse gemeint und im Endeffekt hat es mir auch wirklich geholfen, denn so bin ich ernsthaft immer sicherer geworden, wirklich dorthin zu gehen. Ich bin froh, so viele Personen um mich zu haben, die mir immer helfen und mit denen ich auch über vieles reden kann, danke!

Sophia und Levi haben mir jetzt nicht aktiv geholfen, nach Taiwan zu gehen. Eher im Gegenteil. Sophia kann mir ja auch nicht soviel über Taiwan sagen, was ich noch nicht weiß, da sie ja 4 Jahre jünger ist, also vermisse ich meine Geschwister nur, was es nicht leichter gemacht hat, nach Taiwan zu gehen.
Ich vermisse euch alle, bei denen ich mich gerade bedankt habe, natürlich auch, aber ihr habt mir auch geholfen nach Taiwan zu gehen, also bitte nicht falsch verstehen.

Hier in Taiwan für ein Jahr zu sein, ist echt einzigartig.
Ich lerne Mandarin, tauche in eine wirklich gänzlich andere Kultur ein, probiere viel neues Essen. Ich kann wirklich sagen, dass ich einen total anderen Lebensweg lebe. Ich mache fast täglich neue Entdeckungen, lerne Neues, sehe neue Sachen und so weiter....
Es kommen jeden Tag so viele neue Eindrücke auf mich zu, du kannst beim Autofahren einfach aus dem Fenster gucken und es macht Spaß, da du wirklich immer was neues siehst.

Ich bin jeden Tag trotz 8-9 Stunden Schlaf müde, lerne die Sprache und bin echt kaputt. Aber ich mag es trotzdem. Es ist zum Alltag geworden, ich habe so viele neue Leute kennengelernt, aus anderen Ländern und aus Taiwan. Sehr viele herzliche Menschen.

Man wird hier auch wirklich sehr reif, reflektiert viel und kommt zu vielen neuen Erkenntnissen. Ich habe nun viele Meinungen zu Dingen, zu denen ich vorher keine Meinung hatte. Ich setze nun auch schon wirklich viele andere Prioritäten, bin umsichtiger geworden und vielleicht ist mein Handeln nun auch etwas überlegter.


In meinen Posts seht ihr ja, wieviel ich immer erlebe. 
Auch wenn es langsam zur Routine geworden ist und man sich nicht mehr jeden Tag super freut in Taiwan zu sein, weil es einfach normal geworden ist, ich brauche mir nur einmal ein paar meiner 2000 Bilder, die ich hier nun schon gemacht habe angucken, oder auch einfach nur darüber nachdenken, was in den letzten 4 Monaten passiert ist und diese Euphorie kommt wieder.

Es ist nicht immer leicht, ich vermisse mein leben in Deutschland schon sehr und mit manchen Unterschieden hier ist es auch nicht so leicht, sich gleich damit abzufinden. Aber wie Rotary auch schon sagt, es ist eben kein Urlaub. Es hat gute und schlechte Seiten aber die guten überwiegen nunmal um Welten. 

Das war es erst einmal so was ich sagen wollte.

Ps: Die Reihenfolge, wie ich die Personen aufgezählt habe, spielt keine Rolle, ich bin nur systematisch nach Familie vorgegangen. Natürlich haben mir manche mehr und manche weniger geholfen, aber im Endeffekt habt ihr alle auf eure Weise mitgewirkt und geholfen und das ist meines Erachtens das, was zählt


                                                           DANKE !

  

Kurz vor Weihnachten!




















So jetzt habe ich mal wieder Ewigkeiten nichts von mir hören lassen. Es passiert einfach soviel, da kommt man schon gar nicht mehr dazu, regelmäßig zu bloggen. Tut mir leid.

Währenddessen ihr jetzt wahrscheinlich schon alle in gemütlicher Weihnachtsstimmung seid, gehen hier die Temperaturen auf Tiefstwerte von bis zu 12 Grad herunter. Weihnachten wird hier kaum gefeiert, nur der kommerzielle Aspekt wird hier deutlich.
So ich bin nun schon ganze 2 Wochen in meiner neuen Familie und die Zeit geht zwar rasend schnell um, aber es passiert auch immer so dermaßen viel.
Ich werde jetzt einfach schreiben, was so passiert oder hier so los ist, und anschließend eine Bildersammlung posten.

Ich werde am 21.12 einen Vortrag auf der Rotary Weihnachstfeier halten. Alle Austausschüler müssen das. Die Besten 5 werden ausgezeichnet oder so, das Problem ist, dass mein Auftritt nur ein öder Vortrag ist und die anderen alle chinesische Lieder oder sonst etwas in der Richtung vorbereitet haben. Da meine Familie aber total von meinen Chinesischkünsten begeistert ist, baut sich ein gewisser Druck auf eine gute Platzierung auf. Ich nehme das nicht so ernst, aber ich  weiß, dass viele das von mir erwarten, also dass ich gut abschneide. Naja ich werde euch dann danach berichten, nur ich weiß, dass das sehr schwer für mich wird, aber ich gebe einfach meine Präsentation.

Jeden Morgen steht meine Mutter etwas früher auf und macht mir 3 Spiegeleier, 3 Toasts, schneidet mir einen Apfel klein und bereitet Müsli vor. Jeden Morgen. So lässt sich´s echt gut leben.
Am Wochenende gehen wir dann immer raus zum Essen. An den Wochentagen auch, also dann "nur" abends.
Wir wohnen hier etwas außerhalb, ca. 15 min mit dem  Auto entfernt und meine Mutter bringt mich jeden Morgen zur Schule. Da ich jeden Montag, Mittwoch und Freitag Karate habe, gehen wir and den betroffenen Tagen immer in Yuanlin, also hier essen. An den anderen Tagen fahren wir häufiger nach Taichung, eine etwas größere Stadt. Dort essen wir, ich begleite meine Mutter beim Shoppen und dann geht es nach Hause. Manchmal nimmt mich mein Vater dann auch noch raus zum Golfen.
Mein Zimmer ist super, etwas kleiner aber locker ausreichend. Ich habe einen kleinen mobilen Heizkörper, eine Klimaanlage und einen Fernseher in meinem Zimmer. Am Meisten nutze ich jedoch den Heizkörper, da ich mich in der letzten Zeit erkältet habe, und die Erkältung einfach nicht weg geht.
Meine Eltern sind sehr herzlich und kümmern sich wirklich sehr viel um mich.
Soweit so gut, das war es erstmal von den generellen Informationen, jetzt geht es mal los mit den Sachen, die ich in der letzten Zeit so gemacht und erlebt habe.

Samstag ging es erst einmal richtig gut frühstücken.
Danach sind wir bowlen gegangen. Meine Mutter hat das erste Mal gebowlt und mit 99 Punkten nicht gerade schlecht abgeschnitten, finde ich.
Anschließend sind wir nach Hause gefahren und haben zu Mittag gegessen. Am Abend sind wir dann zum Abendessen nach Taichung gefahren. Diesmal gab es Taiwanesische Küche :D

Am Sonntag ging es, wie immer sehr früh, raus zum Frühstücken. Wir sind zu einem Tempel gefahren, wo sich jeden Sonntag ca. 12 Rotarierpaare treffen und gemeinsam frühstücken. Anschließend wird noch getanzt, geredet und weitergegessen. Nach 3 Stunden ist das dann normalerweise vorbei. Ich bin noch mit meinem Vater eine Runde bowlen gegangen. Bevor sich jetzt manche Leute fragen, warum ich hier so eine Bowlingsucht entwickelt habe: Mein 2. Gastvater hat einen kleinen Wettbewerb mit mir eröffnet. Gewonnen hat der, der nächsten Sommer, sobald ich fahre, den höheren Highscore erreicht hat. Zuerst habe ich vorgelegt mit 132 Punkten, dann hat er beim nächsten mal exakt die selbe Punktzahl erreicht. Doch das Mal danach hat er tatsächlich 147 Punkte erreicht. Das muss jetzt erst einmal gebrochen werden.
Nach einer kurzen Pause zuhause ging es mit ein paar Rotariern raus zum Wandern und anschließendem Essen.
Ich habe viele Fotos gemacht, der See war besonders schön. Aber wie ihr auf den Fotos auch sehen könnt, sehr dreckig, da alle dort angesiedelten Firmen ihre Abfälle dort hineinpumpen. Das Essen war auch sehr lecker.

Am Montag ging es wieder in die Schule und zum Taekwando.
Am Dienstag hat mich der eine Sohn meiner Gasteltern, der auch schon 30 ist, zum Basketballspielen mitgenommen. Doch aufgrund des Regens konnten wir nur 30 min spielen. Wir haben uns einfach nochmal für nächsten Dienstag verabredet.
Mittwoch war wieder Taekwando.
Donnerstag ging es abends nach Lugang, einer naheliegenden Stadt mit langer Geschichte, essen. Es waren wieder ein paar Rotarier, die sich zur Gruppe "Lucky 7" zusammengeschlossen haben. Es waren nicht ganz zufällig exakt 7 Paare. Das Essen war auch diesmal wieder sehr gut.
Freitag: Taekwando :D

Am Samstag ging es wieder frühstücken, bowlen und abends in ein italienisches Restaurant essen. Zum Essen kamen auch meine 1. und nächste (4.) Gastfamilie. Das Essen war sehr europäisch, nicht speziell Italienisch. Das Beste war jedoch der Dessert: Ein Stück Pizza mit Nutella und Bananenscheibchen. Das Ganze war mit Mozarella überbacken und ein paar Mandelstückchen ganz oben vollendeten dieses Gericht. Damn, das war echt lecker und ich jabe sogar die Süßigkeiten-Verzicht-Regel aufgehoben. Das mache ich immer dann, wenn es etwas Süßes gibt, was ich noch nicht kenne. Ich möchte nicht aufgrund meines Gewichts hier Sachen verpassen, die ich so schnell vielleicht gar nicht wieder erleben kann.

Ansonsten seht ihr ja, auch die Wochenenden kriegen Routinecharakter. 
Sonntag ging es wieder zum Tempel frühstücken und danach in die Berge.
Dort haben sich ein paar Rotarier getroffen. Wir haben dort in einem ahotel übernachtet, was auch zur Folge hatte, dass ich bedauerlicherweise nicht in den Genuss eines weiteren 8,5 Stunden Schultags kam. Aber es hat sich gelohnt. Es war sehr schön und außerdem waren dort auch Rotarier anderer Clubs. So kam es, dass ich dort einen Austauschschüler aus Malaysia kennengelernt habe. Er war 20 und nur für 1,5 Monate während seiner Semesterferien oder so hier ist. Ich habe mich super mit ihm verstanden. Schade, dass er schon so bald weg ist, er ist wirklich cool drauf gewesen. Ich habe es außerdem geschafft, dass erste mal in meinem Leben Tee in Milch zu kochen und dachte ich hätte Die Idee gehabt, aber die gab es schon lange. Jeder Milk-Bubbletea wird so hergestellt. Naja ansonsten war am Sonntag Abend fast jeder Rotarier etwas betrunken und sie haben Karaoke gesungen. 

Am Montag ging es noch auf dem Nachhauseweg kurz zu einer Orangenplantage, wo wir uns, ähnlich wie die deutsche Erdbeerfelder, die Früchte selber pflücken konnten.

Montag Abend, also heute, war ich mit Augusto in der Stadt und wir sind zu KFC gegangen, weil ich da seit geraumer Zeit richtig große Lust drauf hatte.

Das war es von mir erst einmal, hier jetzt noch die versprochene Fotostrecke, sie sit in etwas chronologisch geordnet und, wenn ihr den ganzen Text gelesen habt, leicht zuzuordnen.

































































































 Bis dann, ich vermisse euch alle in Deutschland, gerade jetzt um die Weihnachtszeit. Trotzdem alles Gute euch, feiert schön, ihr werdet bald von mir hören :)